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Salzburg: Showtime meldet sich zurück mit über 80%

12 12 2016


Dorothee Schneider hatte sich die Amadeus Horse Indoors in Salzburg ausgesucht für das Comeback ihres Olympiasiegers Showtime. Der zeigte, dass er nichts verlernt hat. Im Gegenteil.

Der zehnjährige Sandro Hit-Sohn präsentierte sich frisch wie eh und je und reihte einen Höhepunkt an den nächsten im Grand Prix für die Kür. Gleich mehrfach zückten die Richter die Zehn für die herausragenden Passagen des kraftvollen Dunkelbraunen. Einzig die Zick-Zack-Traversalen von Dorothee Schneider und Showtime erhielten heute nicht ganz so gute Noten wie der Rest der Prüfung. So standen am Ende 80,560 Prozent auf der Anzeigetafel. Das bedeutete einen Sieg mit Weile.

Dorothee Schneider sagte bescheiden wie immer: „Showtime war heute wirklich sehr gut. Er war seit Rio nicht mehr auf dem Turnier und hat seine Pause genossen. Wir wussten natürlich nicht, wie er drauf sein und auf die Arena reagieren wird. Er kann etwas angespannt sein, aber heute hat er mir zu 100 Prozent vertraut und einen super Job gemacht. Im Vorfeld waren natürlich gewisse Erwartungen da und ich bin sehr froh, dass wir heute wieder über 80 Prozent gekommen sind. Ich freue mich auf die morgige Kür. Wir reiten zur Musik von Queen, die super zu Showtime passt. Der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich hoch, wir haben viele schwierige Übergänge eingebaut. Wenn wir sie gut hinbekommen, sollten auch die Wertnoten stimmen.“

PLATZ ZWEI NACH SPANIEN
Zweite wurden die Shooting Stars der diesjährigen Saison, Severo Jurado Lopez und sein Lord Loxley-Sohn Lorenzo mit 75,780 Prozent. Die beiden Fünftplatzierten der Olympischen Spiele in Rio kennen sich zwar erst seit Anfang des Jahres, aber eines hat Severo schnell herausgefunden über den zehnjährigen Wallach, der von Uwe Schwanz in den Sport gebracht worden war: „Lorenzo steht gerne im Mittelpunkt. Er hat keine Angst, wenn das Publikum jubelt sondern wird dadurch sogar noch angespornt.“ Der bayerisch gezogene Fuchs war als Olympiapferd für Severo Jurado Lopez angeschafft worden. Der Spanier lebt schon eine geraume Weile in Dänemark, wo er als Bereiter im Stall Helgstrand tätig ist. Mit der Gewissheit im Rücken, dass sein Pferd umso besser geht, je mehr los ist, kann der Spanier optimistisch in Richtung Kür blicken und sich heute Abend wie angekündigt, entspannt den Salzburger Christkindlmarkt anschauen.

UNEE BB IST WIEDER DA

Noch einer meldete sich gesund und munter nach längerer Turnierabstinenz zurück im Viereck: Jessica von Bredow-Werndls KWPN-Hengst Unee BB v. Gribaldi. Seit Aachen hatte der Hengst Pause. Heute lieferte er eine rundum sichere Prüfung ab, die mit 75,320 Prozent belohnt wurde, so dass die beiden sich den Gästen aus Spanien nur knapp geschlagen geben mussten.

Vierte wurde Fabienne Lütkemeier mit ihrem De Niro-Sohn D'Agostino (75,120) vor der Niederländerin Madeleine Witte Vrees auf Cennin v. Vivaldi (73,60) und Hubertus Schmidt mit Imperio v. Connery (72,340).

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