Sosaths Azubi bloggt

Mar 12, 2019 - 17:22


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Unser neuer Azubi Moritz war das erste Mal mit Hendrik gemeinsam auf einem großen internationalen Turnier. Was er in Herning erlebt hat, lest ihr in seinem Blog-Beitrag.

Seinen Turnierbericht mit allen Bildern findet ihr in unserem

Blog unter: https://blog.sosath.com/2019/03/12/csi-herning/

Weitere Turnierberichte und Blog-Beiträge rund um die Themen Zucht, Gesundheit und Ausbildung lest ihr unter: blog.sosath.com

Hallo zusammen,

mein Name ist Moritz und bin seit dem 1. Februar 2019 Auszubildender als Pferdewirt für den Fachbereich Zucht bei Sosaths in Lemwerder. Ich bin von klein auf dem Pferd verbunden, reite selbst und finde Pferdezucht besonders spannend. Auf dem Hof Sosath lerne ich viele Fachbereiche rund ums Pferd kennen, wie zum Beispiel die Pferdezucht, die Hengsthaltung und den Turniersport. In der letzten Woche durfte ich mit Hendrik auf ein riesiges internationales Turnier ins dänische Herning fahren.

Am Dienstagmorgen packten wir Den LKW und am Nachmittag ging es mit fünf Pferden und ganz viel Equipment auf nach Dänemark. Nach gut sechs Stunden Fahrt waren wir am Ziel und bezogen die Boxen. Am Mittwochnachmittag startete das Event mit Spring- und Dressurprüfungen und der dänischen Hengstkörung.

Erst einmal mussten unsere Pferde aber den Vet-Check passieren. Ich hatte die Verantwortung für die erfahrenen Turnierhasen Lady Lordana und Casirus. Mit Kopfnummer und Pass bewaffnet trabte ich beide Pferde vor den offiziellen Richtern und Tierärzten. Alle waren topfit und so konnte “The Greatest Show” beginnen.

Ich stand jeden Morgen um 7 Uhr auf, fütterte die Pferde, füllte Wasser nach – bei den mobilen Boxen gibt es keinen festen Wasseranschluss – und mistete die Boxen. Dann machte ich immer das erste Pferd für Hendrik fertig. Während er ritt, ging ich in den LKW, um zu frühstücken. Danach trainierte Hendrik noch weitere Pferde oder er hatte die ersten Starts. Ich putzte, sattelte, trenste, brachte die Pferde zur Abreitehalle und half beim Abspringen. Dort kam dann auch an drei Tagen Gerd zum Trainieren dazu. Nach dem Start wurden die Gamaschen von einem Steward und einem Tierarzt kontrolliert. Danach versorgte ich das Pferd in der Box. Abends fütterte ich wieder und bandagierte die Pferdebeine, damit sie über Nacht besser geschützt sind. Schnell noch das Sattelzeug geputzt und dann war auch schon Feierabend. Zum Glück war ich schon einmal mit meinem Azubi-Kollegen zusammen auf einem größeren Turnier. Sonst wäre es doch ganz schön viel fürs erste Mal gewesen. Aber so hatten wir alles im Griff und waren ein super Team.

Auf so einem großen internationalen Turnier wurden unsere zwei Fahrräder gut genutzt. Die Wege von den Boxen zu den drei Prüfungshallen waren sehr lang. Man musste vorher gut überlegen, ob man alles eingepackt hat und nicht noch einmal zurückgehen muss. Die Startzeiten wurden online bei Equipe veröffentlicht, somit wusste ich immer, zu wann ich in der Abreitehalle sein musste.

Hendrik und die Pferde waren in Topform. Cadora war der Star des Wochenendes. Sie leistete sich am gesamten Wochenende keinen einzigen Abwurf. Bereits bei ihrem ersten Auftritt am Mittwoch überzeugte die Super-Stute. In der Medium Tour des CSI** sicherte sie sich den Reservesieg. Am Freitagabend wurde es im Rahmen der großen Gala-Schau rasant. Verkleidet als „true caveman“ flog Hendrik mit Cadora nur so über den Parcours und sicherte sich erneut eine silberne Schleife. Der Höhepunkt des Wochenendes war jedoch der Samstagabend. Mit einer blitzschnellen Runde bewies Cadora einmal mehr, was für ein tolles Pferd sie ist und so gewannen Hendrik und Cadora das große Kostümspringen vor mehreren tausend Zuschauern. Ich finde, das war ein mehr als verdienter Sieg. Nach den tollen Leistungen und zwei Reservesiegen war es an der Zeit, dass die Stute mal ganz vorne steht. In der Gesamtwertung der gewinnreichsten Reiter-Pferd-Kombination des gesamten Turniers belegten Hendrik und Cadora einen sensationellen 2. Platz.

Auch Cadora’s jüngere Vollschwester, mein Lieblingspferd Lady Cadora OLD, präsentierte sich von ihrer besten Seite und blieb in allen vier Runden fehlerfrei. Sie krönte ihr erfolgreiches Wochenende mit einem tollen 8. Platz im Finale der Medium Tour des CSI**.

Lady Lordana von Lordanos, die Cousine von Cadora und Lady Cadora, platzierte sich an 3. Stelle des 1,45m-Springens der Big Tour. In den zwei weiteren, unglaublich schweren, Springen hatte sie je einen leichten Abwurf. Wie ärgerlich! Bei so viel Stutenpower wollten auch unsere „Männer“, die Halbbrüder Casirus und Casino Berlin, zeigen, was sie können. Casirus von Casiro platzierte sich am Donnerstag an 3. Position im 1,40m-Springen. Am Sonntag lief er dann noch mal zu Höchstform auf und wurde 3. im Großen Preis der Medium Tour, einem 1,45m-Springen.

Casino Berlin sicherte sich am Samstag den 4. Platz im 1,45m-Springen des CSI***. Ein ärgerlicher Zeitfehler verhinderte am Sonntag eine vordere Platzierung im Großen Preis des CSI***. Am Ende war es der 12. Platz.

Zwei weitere Pferde kamen aus unserem Stall, aber für die beiden hatte ich nicht die Verantwortung. Niclas Aromaa ritt My Boy und Campitello. Der siebenjährige My Boy war in der Kleinen Tour platziert und Campitello wurde 5. und 7. im 1,40m-Springen. Hendrik zeigte mir zudem etliche Pferde, die bei uns aufgewachsen und ausgebildet worden sind und nun in Herning am Start waren. Da war ich schon beeindruckt.

Ich denke, wir können wirklich sehr stolz auf unsere Pferde sein. Alle haben einen super Job gemacht und ihr Bestes gegeben. Und alle sind aus der Zucht meines Chefs – das ist für mich als Zucht-Azubi natürlich besonders bemerkenswert. So macht das gleich doppelt so viel Spaß.

Der Spaß hörte jedoch beim Packen des LKWs auf ????. Unser Gepäck hatte sich durch die vielen tollen Ehrenpreise um ein Vielfaches verdoppelt. Es war fast unglaublich: Hendrik hatte ein Gemälde, einen Designer-Stuhl, einen Rucksack, einen Hocker und etliche Decken und Pflegeprodukte gewonnen. Gemeinsam überlegten wir, wie wir alles mitbekommen. Nach ein wenig Umpacken und Stapeln passte aber alles und es konnte auf den Rückweg gehen.

Dieses Wochenende war etwas Besonderes. Sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Die Stimmung in der Halle mit 10.000 Zuschauern war einzigartig. Besonders die Schauprogramme am Abend waren gigantisch. Danach bin ich immer todmüde ins Bett gefallen.

Ich war heilfroh, dass mein erster Einsatz gleich so erfolgreich verlief. Da stehen die Chancen bestimmt nicht schlecht, dass ich noch mal mitfahren darf ???? Dann berichte ich weiter.

Es grüßt euch

der neue Lehrling Moritz ????????



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