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Neuerungen auf den Holsteiner Kör- und Auktionsveranstaltungen ab 2021

Die Körungen und Elite-Reitpferdeauktionen in Neumünster begeistern seit nunmehr 50 Jahren die Holsteiner Anhänger in der ganzen Welt. Der traditionelle Termin lockt jedes Jahr Ende Oktober beziehungsweise Anfang November tausende Zuschauer in die Holstenhallen. Die diesjährige Veranstaltung wird vom 28. bis 30. Oktober 2021 stattfinden. Vor dem Hintergrund der neuerschienenen Leitlinien „Tierschutz im Pferdesport“ wird es bereits ab diesem Jahr vereinzelte Veränderungen geben müssen.

Unter anderem haben sich die Gremien des Holsteiner Verbandes dafür ausgesprochen, auf das Longieren der Dressurhengste zu verzichten. Des Weiteren können Junghengste, die ab Juli 2019 geboren sind, nicht mehr zur Körveranstaltung zugelassen werden und müssen auf eine später gelegene Körung ausweichen. Die Vorauswahl findet in der Woche vom 6. bis 11. September 2021 zentral auf der Verbandsanlage in Elmshorn statt. Im Zuge der Vorauswahl werden bereits professionelle Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass die Hengste nicht erneut zur Gesundheitsüberprüfung an einem weiteren Termin vorgestellt werden müssen. Somit erspart man den Junghengsten eine weitere Anreise nach Elmshorn, beispielsweise aus dem europäischen Ausland. Die entfallene Gesundheitsüberprüfung in Elmshorn wird dezentral von Fachtierärzten durchgeführt und am Anlieferungstag der Körung überprüft.


Holsteiner Körungen und Elite-Reitpferdeauktion 2022/23
Auch zukünftig sollen die Körveranstaltung und Auktion Highlights im Veranstaltungskalender des Holsteiner Verbandes bleiben, allerdings neu terminiert und mit modernisierten Abläufen. In Zukunft soll die Junghengstkörung und -auktion ab 2023 im Februar (07. bis 12. Februar 2023) zusammen mit der Hengstvorführung des Holsteiner Verbandes sowie Turniersportprüfungen durchgeführt werden. Die Elite-Reitpferdeauktion wird weiterhin am Ende des Jahres stattfinden und wird mit einer neugeschaffenen Holsteiner-Sattelkörung und dem „CSI Holstein International“ ein weiteres Highlight für unsere Holsteiner Züchter und Anhänger bilden.


Diskussionen um den Körzeitpunkt
Auslöser für die Gedanken über eine Verschiebung des Körzeitpunkts waren unter anderem die neuerschienenen Leitlinien „Tierschutz im Pferdesport“, die eine zielgerichtete Ausbildung für den späteren Nutzungsbeginn junger Pferde ab dem 30. Lebensmonat vorsehen. Darüber hinaus hat der Holsteiner Verband nach einer Möglichkeit gesucht, neue Events zu etablieren und die Marke des Holsteiner Pferdes nachhaltig zu stärken. Der ideale Körzeitpunkt wurde zunächst in einer Arbeitsgruppe auf FN-Ebene mit Experten aus den Bereichen Zucht, Veterinärmedizin, Sport, Ausbildung und Tierschutz diskutiert. In dieser Konstellation wurde schnell deutlich, dass es schwer werden würde einen Termin zu finden, der alle Interessengruppen zufrieden stellt. Aus diesem Grund wurden letztendlich vier mögliche Körtermine ausgearbeitet, die von der Körung an der Hand zweieinhalbjährig bis dreieinhalbjährig unter dem Sattel großen Entscheidungsfreiraum ließen.


Die Gremien des Holsteiner Verbandes sind zu der Entscheidung gekommen, dass nur die beiden Körtermine im Herbst (zweieinhalbjährig) oder im Frühjahr (dreijährig) an der Hand in Frage kommen würden. Eine Körung unter dem Reiter hätte die Kosten für die Züchter deutlich erhöht, die Anzahl der Hengste reduziert und den Einfluss von Trainingseffekten gestärkt. Letzten Endes wurde sich für eine Verschiebung der Körung in den Februar ausgesprochen. Die Verschiebung ist leitlinienkonform und wird den Junghengsten einen weiteren Sommer auf der Weide ermöglichen, welcher nachhaltig die Gesunderhaltung fördern wird. Hinzukommt, dass spätgeborene und -entwickelte Hengste eine realistische Chance bekommen an der Körung teilzunehmen. Eine Verschiebung in den Februar ist langfristig tragbar und wird zudem die Etablierung eines neuen Events ermöglichen.


Im Detail werden die beiden Events wie folgt ablaufen:

Event I: Sattelkörung und Elite-Reitpferdeauktion sowie Turnier in Neumünster
Die neugeschaffene Sattelkörung wird Ende November in Kombination mit der Elite-Reitpferdeauktion und dem „CSI Holstein International“ in Neumünster stattfinden. Durch die Zusammenführung kann der etablierte Auktionstermin am Jahresende für die besten Holsteiner Reitpferde bestehen bleiben und die Körung unter dem Sattel wird einen größeren Stellenwert erhalten. Des Weiteren wird die Anlagerung des internationalen Turnieres ein breiteres Publikum ansprechen und für Synergieeffekte zwischen der Zucht- und der Sportveranstaltung sorgen. Aktuell wird darüber diskutiert, ob die Sattelkörung zusätzlich, anlog zur Sportprüfung, als Leistungsnachweis dienen könnte.


Bisher fanden neben der Hauptkörung im Herbst die zwei Körungen im Januar und April in Elmshorn statt. Beide Körungen wurden in einem eher kleineren Rahmen durchgeführt. Durch die Verlegung der Hauptkörung in den Februar könnte der Januartermin entfallen. Die Aprilkörung bleibt weiterhin bestehen, um Hengsten eine Körchance zu geben, die beispielsweise verletzungsbedingt an der Hauptkörung nicht teilnehmen konnten oder zur Anerkennung vorgestellt werden.


Event II: „Holsteiner Woche“ (07. bis 12. Februar 2023) in Neumünster
Die Vorauswahl zur Holsteiner Februar Körung wird voraussichtlich in der ersten Dezemberwoche 2022 durchgeführt. Die Junghengste, die keine Zulassung erhalten haben, können bereits zwei Wochen später über die Holsteiner Winter-Chance (11. Dezember 2022) vermarktet werden und müssen nicht erneut vorgestellt werden. Die neugeschaffene Holsteiner-Woche wird die Körung mit einer Hengstvorführung der Verbandshengste und dem Turniersport verbinden und somit ein breites Publikum ansprechen. Zudem steht die Überlegung im Raum, den Holsteiner Galaabend wiederzubeleben.


Veränderungen von gewohnten Abläufen bergen einerseits Risiken, andererseits aber auch große Chancen. Die Zucht und den Sport mehr zusammen zu führen und dadurch das „WIR-Gefühl“ der Holsteiner Anhänger nachhaltig zu stärken, begründen die Modernisierungsansätze.


Stephan Haarhoff
(Zuchtleitung)

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